Heliger Christophorus

Die imposante Erscheinung direkt hinter dem Eingang ist die Statue des heiligen Christophorus. Sie ist aus Sandstein und mit ihrem Sockel fast neun Meter groß. Bereits im 17. Jahrhundert wurde sie aufgestellt, währende des 30-jährigen Kriegs. Der Baum, den der Heilige in der Hand hält, ist übrigens eine echte Buche.
Die Legende vom heiligen Christophorus sagt, dass der riesige Mann die Aufgabe hatte, Menschen durch einen tiefen Fluss zu tragen. Als er eines Tages nur ein kleines Kind auf seiner Schulter hatte, war die Last so groß wie nie zuvor. Das Kind sagte ihm, dass er gerade den Sohn Gottes trage und mit ihm die ganze Last der Erde. So kam der Heilige zu seinem Namen: Christophorus – „Christusträger“.
Der heilige Christophorus wird als Beschützer der Reisenden und Pilger verehrt. Fromme Christen glauben daran, dass sie an den Tagen, an denen sie einen Blick auf ein Bildnis von ihm werfen können, von einem plötzlichen Tod verschont bleiben. In vielen Autos hängt deswegen heute ein kleines Bild des Heiligen, die Christophorus-Plakette.
Die Bomben des Zweiten Weltkriegs konnten dem heiligen Christophorus nichts anhaben. Während der Dom in Schutt und Asche lag, blieb die Statue unbeschädigt. Er steht seit 380 Jahren unverrückbar an dieser Stelle. Eine vorherige Christophorus-Figur geht sogar auf das 15. Jahrhundert zurück. Sie wurde aber durch radikale Reformer, die Wiedertäufer, zerstört.
Heiligenfiguren sind an vielen Stellen des Doms zu finden. Sie alle erzählen die Geschichte von tiefgläubigen Menschen, die Wunder bewirkt haben, mystische Gottesbegegnungen hatten oder für ihren Glauben gestorben sind. An der linken Wand neben dem Christophorus steht zum Beispiel eine Statue der heiligen Apollonia. Sei starb schon vor etwa 1800 Jahren, weil sie an ihrem christlichen Glauben festhielt, obwohl man ihr drohte, ihre Zähne herauszureißen und sie schließlich verbrannte. Heute gilt sie als Schutzpatronin der Zahnärzte.