Weihbischof Lohmann feierte Pontifikalamt zum Aschermittwoch

Symboldbild: Am Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern. Jahrhunderts gibt es die Tradition, sich an diesem Tag in Gottesdiensten ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen.

„Es geht Anders!“ Das Motto der diesjährigen Misereor-Fastenaktion griff Weihbischof Rolf Lohmann im Pontifikalamt zum Aschermittwoch im münsterschen St.-Paulus-Dom in seiner Predigt auf. Durch die Corona-Pandemie habe sich die Lebensweise massiv verändert. Auch im kirchlichen Bereich habe vieles anders gehen müssen. Der für die Region Niederrhein und Recklinghausen zuständige Weihbischof zeigte sich erfreut über den Ideenreichtum in zahlreichen Pfarreien und Einrichtungen.

Mit dem Aschermittwoch beginne die österliche Bußzeit und damit auch die Zeit der Chancen, das Leben zu verändern. Dieses „Es geht Anders!“ sei für ihn auch ein Wort an die Kirche insgesamt in turbulenten Zeiten. Der synodale Weg ermutige dazu, anders weiterzugehen. „Wir wollen aus dem Dialog mit allen, aus dem Dialog mit Gott heraus als Kirche neu werden und anders weitergehen, weil wir in der Vergangenheit große Schuld auf uns geladen haben, und wir genau wissen, dass wir uns anders, neu, gewandelt aufstellen müssen“, betonte er.

Dieser Weg mit Blick auf Ostern sei ein Blick auf das Leben und eine Hilfe, den eigenen Lebenswandel beispielsweise beim Klimawandel zu reflektieren. Gerade das Hilfswerk Misereor erinnere die Menschen an schöpfungsrelevante Themen genauso wie an Fragen von Gerechtigkeit und Teilhabe am Leben. „Wir können dazu die aus der Corona-Pandemie gewonnenen Erfahrungen nutzen: Aufmerksamkeit und Unterstützung für die Schwächsten, gegenseitige Ermutigung, Bereitschaft zu Verzicht und Einschränkung im Interesse des Gemeinwohls“, sagte Lohmann, der in der Deutschen Bischofskonferenz für Umwelt- und Klimafragen zuständig ist.

Das unterstrichen starke Zeichen am Aschermittwoch. Die Asche erinnere an die Vergänglichkeit. Am Kreuz habe Jesus alles, was unzulänglich sei, durchkreuzt. Auch manche Lebenspläne würden durchkreuzt, was aus menschlicher Sicht nicht immer verständlich sei. So stehe das Aschenkreuz als Aufforderung, alle Sackgassen, Sorgen und Unvollkommenheit in das Kreuz Jesu einmünden zu lassen. Doch die Asche diene von alters her ebenso als Reinigungsmittel. „Auch die gegenwärtige Krise der Kirche ist Reinigungsmittel, ein Zeichen mit Hilfe des Heiligen Geistes Ostern entgegenzugehen auf dem Weg der Umkehr“, unterstrich Lohmann und fügte hinzu: „Durch Umkehr und Verzicht, durch ökologische Sensibilität, durch ein Neu-Werden von der Botschaft des Evangeliums her ist das möglich, anders, neu zu werden, eben umzukehren und den Weg Gottes einzuschlagen.“ Er rief dazu auf, sich in der österlichen Bußzeit inspirieren und von niemandem einreden zu lassen: „Wir könnten nichts machen! Doch wir können es. Es geht Anders! Mit Gottes Hilfe!“


Text: Michaela Kiepe, Bischöfliche Pressestelle
Foto: Myriams-Fotos auf Pixabay

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