Ordenstag: Bischof und 130 Teilnehmer feiern Messe im Dom

Auf Abstand saßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Messe im St.-Paulus-Dom Münster.

Den jährlichen Ordenstag der im Bistum Münster wirkenden Ordensleute und Mitglieder geistlicher Gemeinschaften schätzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer normalerweise als Gelegenheit zur persönlichen Begegnung und zum Austausch. In diesem Jahr war das corona-bedingt anders: Der Ordenstag beschränkte sich auf eine Heilige Messe mit Bischof Dr. Felix Genn, die am 26. September mit den zulässigen rund 130 Teilnehmerin-nen und Teilnehmern im St.-Paulus-Dom Münster stattgefunden hat. Viele weitere nutzten die Gelegenheit, die Messe mittels Live-Übertragung des Bistums Münster im Internet mitzufeiern.

Der Bischof leitete die Messe gemeinsam mit Pater Karl Gierse und Pater Ephrem Maniyamprayil vom Ordensrat im Bistum Münster. Als Vertretung der Ordensleute bereitet dieser jeweils den Ordenstag in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Orden, Säkularinstitute und Geistliche Gemeinschaften des Bistums vor.

In seiner Predigt bezog sich Genn auf die im Tagesevangelium geschilderte Scheu der Jünger Jesu, ihn nach der Bedeutung seiner soeben miterlebten Verklärung zu fragen. Dabei habe es für seine Wegbegleiter, für die die Auseinandersetzung mit ihm eine Herausforderung gewesen sei, so viel Grund gegeben, Jesus Fragen zu stellen. Auch heute könne man sich scheuen, Gott nach dem Sinn beispielsweise der Corona-Pandemie oder der Situation der Kirche zu fragen.

Ebenso gebe es Menschen, die sich scheuten, Ordenschristen zu fragen, warum sie ein solches Leben lebten. Dies sei für viele immer unverständlicher, doch sei es nötig. „Sind Sie nicht die Antwort auf die Scheu der damaligen Jünger, ihn zu fragen, was er sagen wolle, indem Sie mit Ihrem Leben dem, was er gesagt hat, Ihre Lebensgestalt geben?“ gab der Bischof zu bedenken.

In den vergangenen Monaten hätten Menschen „unentgeltliche Liebe“ anderen geschenkt, die von der Pandemie betroffen waren. In einem solchen Handeln habe sich die Frage der Jünger in konkrete Praxis übersetzt, gezeigt und aufgelöst. „Deshalb erscheint es mir so notwendig und wichtig, dass wir unser Lebenszeugnis geben und unser Gebet schenken“, sagte Genn. So sollten Menschen und auch junge Menschen „heute fasziniert werden von der Gestalt Jesu, sodass sie bereit sind, für ihn alles zu geben, und in der Beziehung zu Jesus ihr Lebensglück finden, der uns die unentgeltliche Liebe Gottes offenbar hat.“ Abschließend dankte der Bischof den Ordensleuten für ihren Dienst und bat sie auch künftig um ihr Gebet.

Musikalisch gestaltete eine Schola unter Leitung von Schwester Susanne Kamperdick die Messe mit. Die Orgel spielte Marius Jacoby, Lektorinnen waren Schwester Fidelis Denter und Schwester Amanda Steffen.

 

Text: Anke Lucht, Bischöfliche Pressestelle
Foto: Bischöfliche Pressestelle / Achim Pohl

 

Öffnungszeiten

Der Dom ist werktags von 6.30 bis 19.00 Uhr und sonntags von 6.30 bis 19.30 Uhr geöffnet.

Beichtzeiten

Die aktuellen Beichtzeiten finden Sie jeweils in der wöchentlichen Gottesdienstordnung.

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