138 Sänger/innen besuchten das Pueri Cantores Festival in Barcelona

Anstrengend war es – aber auch sehr, sehr schön: 138 Mitglieder der münsterschen Domchöre kehrten am vergangenen Sonntag von einer viertägigen Reise aus Barcelona nach Münster zurück. Mit im Gepäck: viele Eindrücke und Erlebnisse, die sie beim Internationalen Kongress der „Pueri cantores“ sammeln konnten. Seit 1947 findet regelmäßig an wechselnden Orten auf der Welt ein großes Begegnungsfest dieser Dachorganisation katholischer Chöre statt, diesmal mit Teilnehmern unter anderem aus Kanada, Schweden, Frankreich, den USA und Lettland. „Die Domchöre aus Münster waren diesmal die größte Gruppe von allen“, berichtet Domkapellmeister Alexander Lauer. Wobei der enorme organisatorische Aufwand weitgehend reibungslos bewältigt werden konnte.

Dicht getaktet war der Tagesablauf von früh morgens bis spät hinein in die Nacht, angefüllt mit Gottesdiensten, Chorproben, Besichtigungen, Konzerten – kurzum: mit viel Musik und viel spanischer Kultur. Oder besser: katalanischer? „Die politischen Auseinandersetzung um die Unabhängigkeit Kataloniens waren immer präsent in der Stadt“, berichtet Coraghessan Steinbach, der seit elf Jahren in den Domchören aktiv ist und schon einige Chorfahrten hinter sich hat. „Viele Fahnen und Schleifen waren als Symbol der Unabhängigkeit im gesamten Stadtbild zu sehen“.

Jost Altgelt hat vor allem die weltberühmte Kathedrale Sagrada Familia des Architekten Antoni Gaudí schwer beeindruckt. „Im Innern ist alles wie in der Natur: die Säulen sind wie Bäume, im Gewölbe hängen Sterne.“ Mit zehn Jahren war Jost der Jüngste unter den Sängerinnen und Sängern aus Münster.

Die Katalanen sind bekanntlich sehr traditionsbewusst. Vor allem beherrschen sie als vielfache Weltmeister die Kunst im Bau von Menschenpyramiden! Immer eine echte Touristenattraktion. Doch für die Domchöre blieb es nicht nur beim Zuschauen – sie waren eingeladen, selbst eine zu bauen! „Wir hätten nie gedacht, dass mal andere Menschen auf unseren Schultern stehen würden“, sagen Theresia Bode und Frederike Trentmann aus dem Mädchenchor. Immerhin brachte es die Domchor-Pyramide auf drei Stockwerke. Und das ganz ohne Knochenbrüche!

Natürlich standen die musikalischen Aktivitäten ganz im Zentrum der Reise: die täglichen „Friedensgebete“ entwickelten sich zu einem internationalen Treffpunkt aller Chöre, geprägt vom gemeinsamen Singen. Ein eigenes Solo-Konzert der Münsteraner in Vilafranca wurde von den Verantwortlichen vor Ort wie ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis geradezu gefeiert. Was eigentlich für den gesamten Kongress mit über 3000 Teilnehmern galt.

Auch dies passierte: ein Teil der Choristen verpasste unverschuldet das Abendessen und so ging es für sie ohne Mahlzeit direkt in eine lange Abendveranstaltung. Als die Quartiere gegen Mitternacht wieder erreicht waren, knurrten achtzig Mägen! Dank Nils, dem „Hamburger-Fachmann unter den Sängern“ (Alexander Lauer) waren denn doch noch eine entsprechende Anzahl der beliebten Burger aus einem Schnellrestaurant beschafft, sehr zur Verwunderung des dortigen Personals ob der Riesenmenge!

Ein Kurztripp nach Montserrat führte die Gruppe dann noch an den Ort der Pflege einer besonderen, uralten Spielart des gregorianischen Chorals. „Gern hätten wir den Gesang gehört, doch leider war der Chor in Ferien!“, bedauern die weitgereisten Domsänger.

Alles in allem aber blicken der Mädchen- und Knabenchor am Dom auf ein sehr bewegendes Ereignis zurück. Und so manch einer freut sich schon auf den nächsten Kongress der „Pueri cantores“ in zwei Jahren. Wie hatte Frederike es formuliert? „Mit dem Domchor kommt man um die Welt!“

Text: Christoph Schulte im Walde
23.07.2018

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