Intendantin Schlesinger spricht bei den DomGedanken

Patricia Schlesinger, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB).

Patricia Schlesinger, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB).

Allen Verträgen, gemeinsamer Politik und Währung zum Trotz: Das Entscheidende für ein einiges Europa sind dessen gemeinsame Werte. Davon ist Patricia Schlesinger, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), überzeugt, und darüber wird sie am Mittwoch, 28. August, um 18.30 Uhr im St.-Paulus-Dom Münster sprechen. Betitelt mit „Das europäische Ideal. Eine Reflexion über ethische Verbundenheit und innere Provinzen“ ist Schlesingers Vortrag Teil der Vortragsreihe Domgedanken 2019, die unter dem Obertitel „Warum ich Europäer bin“ steht.

„An einem Europa der Zukunft zu bauen, ohne sich über die gemeinsamen Werte bewusst zu sein und sie zu stärken, ist wie ein Haus zu bauen ohne den weichen Zement, der die Steine zusammenhält“, begründet Schlesinger, warum sie europäische Werte für so zentral hält. Europa sei bereits als „Elitenprojekt“ entstanden, als „Übereinkunft von Regierungen, von Staatslenkern, und nicht als demokratisches Wunschprojekt seiner Bürger.“ Schlesinger hinterfragt, ob die Bürgerinnen und Bürger der beteiligten Staaten der Gründung der heutigen Europäischen Union im Jahr 1957 wohl zugestimmt hätten, wenn sie gefragt worden wären, oder ob sie das europäische Projekt – wie die Briten heute – abgelehnt hätten.

Für den Status Quo stellt Schlesinger fest: „Heute braucht Europa mehr Demokratie, mehr Herz, mehr Besinnung auf unsere gemeinsamen Werte.“ Ebenso plädiert die Referentin für einen zeitgemäßen Nationenbegriff: „Der Begriff, wie ich ihn verstehe, ist keine Abschottung, keine Kleinstaaterei. Er hat nichts Provinzielles und meint schon gar nicht die Abkehr von Europa. Die regionale oder nationale Identität – also unsere Heimat – ist der Ursprung unserer Herkunft, ein wesentlicher Teil unserer persönlichen Individualität. Darauf stolz zu sein, rückt niemanden in die Nähe eines Populisten oder entfernt uns vom europäischen Ideal.“

Bei den DomGedanken 2019 setzen sich noch zwei weitere Referenten jeweils mittwochs um 18.30 Uhr mit dem Oberthema auseinander. So geht am 4. September der deutsche Botschafter in Großbritannien, Dr. Peter Wittig, der Frage nach „Wo liegt Europa?“ und macht „Anmerkungen zur Europäischen Idee und ihrer Wirklichkeit.“ Zum Abschluss der DomGedanken 2019 porträtiert am 11. September der Sänger und Schriftsteller Wolf Biermann Europa mit Gespräch und Chansons.

Der Eintritt zu den DomGedanken ist frei. Um Spenden für die „Europa.Brücke.Münster.“, die zugewanderte EU-Bürger in Problemlagen unterstützt, wird gebeten. Im Anschluss an die Vorträge sind die Besucher zum Austausch mit den Referenten auf dem Domplatz eingeladen.

Sämtliche DomGedanken-Abende können Interessierte auch im Internet unter www.bistum-muenster.de, www.paulusdom.de, www.kirche-und-leben.de, www.katholisch.de und www.bibeltv.de/livestreams verfolgen. Außerdem werden alle Abende auf der Facebookseite des Bistums unter www.facebook.com/bistum.muenster sowie im Youtube-Kanal des Bistums unter www.youtube.com/user/BistumMuenster/live übertragen.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Foto: Rundfunk Berlin-Brandenburg
26.08.2019

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