Accueil-Dienst sucht Freiwillige, die Besucher begrüßen

Nicht nur mit diesem Schuld begrüßt Helga-Dietlind Rahn Besucherinnen und Besucher im St.-Paulus-Dom Münster.

Nicht nur mit diesem Schuld begrüßt Helga-Dietlind Rahn Besucherinnen und Besucher im St.-Paulus-Dom Münster.

Das Schild mit der Aufschrift „Accueil“ (französisch für „Empfang, Willkommen“) steht nicht wie üblich am Paradies, dem Haupteingang des St.-Paulus-Doms Münster, denn dort wird gebaut. Bis Oktober begrüßt das Schild die Dom-Besucher daher am barrierfreien Seiteneingang – und mit ihm Helga-Dietlind Rahn und ihre Mitstreiter vom Accueil-Dienst. Ehrenamtlich tun sie, was das Schild verspricht: heißen Menschen willkommen, beantworten Fragen zum Dom, zum Glauben, zum Leben. Jetzt sucht die Truppe Verstärkung.

Das Engagement lohnt sich – diese Erfahrung hat Rahn gemacht. „Bis heute habe ich meine Entscheidung nicht bereut“, sagt sie, „diese Tätigkeit bereichert mein Leben sehr.“ Und zwar seit ungefähr fünf Jahren. Nach einem Gottesdienst in Dom sei sie eingeladen worden, einfach mal beim Accueil-Dienst zuzuschauen. Rahn tat das – und blieb dabei.

Fit machte sie sich für die neue Aufgabe, indem sie Bücher über den Dom las. Außerdem teilten langgediente Mitarbeiterinnen des Accueil-Dienstes ihr Wissen mit ihr – und das ist auch gut so. Denn die Fragen sind so vielfältig wie die Dombesucher, weiß Rahn: „Mal geht es um die Religion, mal um die Kunstgegenstände, mal um das Bauwerk.“ Bei Glaubensfragen stellt sie auf Wunsch Kontakt zu einem Geistlichen her.

Immer wieder erklärt Helga-Dietlind Rahn die imposante Statue des heiligen Christophorus in der Westvierung, „das absolute Lieblingsobjekt vor allem bei Schulklassen.“ Persönlich hat die Domkennerin einen anderen Geheimtipp: „Am liebsten zeige ich die Werke von Bert Gerresheim, vor allem die Kreuzigungsgruppe an der Außenwand des Doms am Horsteberg.“

Noch mehr als diese Themenvielfalt begeistern die Rentnerin freilich die Begegnungen mit den vielen unterschiedlichen Menschen. Diese bringen mit sich, dass „kein Dienst wie der andere“ ist. Für den seltenen Fall, dass jemand weniger unfreundlich auftritt, hat Helga-Dietlind Rahn Strategien entwickelt: „Manche sagen mir zum Beispiel direkt als Erstes: ,Ich bin Atheist‘. Ich antworte dann: ,Und ich bin keine Missionarin, aber wenn Sie was am Dom interessiert, zeige ich Ihnen das gern.‘“ Meist, so ihre Erfahrung, ist das Eis dann gebrochen.

Kein Wunder also, dass Freundlichkeit Voraussetzung ist, wenn man beim Accueil-Dienst mitmachen will. Außerdem seien Menschlichkeit und Offenheit hilfreich, meint Rahn: „Wenn man abwartet, passiert nicht viel, außer dass Leute fragen, wo sie Infomaterialien bezahlen können. Geht man aber auf die Menschen zu, hat man schöne Begegnungen.“ Wie kürzlich mit einem Mitglied des Domkapitels der Berliner Hedwigskathedrale. Nach einem Gespräch habe ihr der Geistliche als Dankeschön eine Nachbildung des ältesten in Berlin gefundenen Kreuzes geschenkt. „Die habe ich in meinem Portemonnaie immer bei mir“, berichtet Rahn.

Natürlich setzt sie nicht bei jedem Besucher das gleiche Vorwissen voraus wie etwa bei einem Priester – auch darauf gilt es, sich einzustellen. Die Besucher wissen das zu schätzen: „Oft erlebe ich, dass Besucher, wenn sie am Anfang auch sehr zurückhaltend waren, beim Verlassen des Doms Freude und Dankbarkeit ausdrücken. Nicht selten verabschieden sie sich mit Handschlag.“
Bei aller Freude an ihrem Tun: Rahn ist es wichtig, dass der Accueil-Dienst komplett auf Freiwilligkeit beruht. Im monatlichen Dienstplan trage sich jeder in der Regel für zwei Stunden ein, man könne aber „absolut frei entscheiden, wie viel man macht und wann.“

Wer Interesse hat, beim Accueil-Dienst mitzumachen, kann sich unverbindlich an Maria Baune von der Domverwaltung wenden, Tel. 0251 / 4956700, E-Mail baune@bistum-muenster.de, wenden.

Text/Foto: Bischöfliche Pressestelle
08.08.2019

 

 

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