Bischof Genn feiert Osternacht im St.-Paulus-Dom

„Du bist nicht nur gewollt, sondern Gott hat Interesse an Dir. Er will dazwischen sein in der Geschichte der Menschen und des jeweiligen menschlichen Lebens. Er möchte den Menschen aus all den Zwängen befreien, in die er immer wieder sich hineinbegibt beziehungsweise hineingerissen wird, von all den Mächten, die diese grundlegende Tatsache, geliebt und gewollt zu sein, zerstören wollen.“ Das hat der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, bei der Feier der Osternacht am 20. April im St.-Paulus-Dom in Münster betont.

In seiner Predigt sagte der Bischof, dass die Gottesdienstfeier in der Osternacht die Zeit lasse, sich die Grundfragen des Lebens zu stellen und sich darauf eine Antwort schenken zu lassen: „Warum existieren wir eigentlich? Was ist es mit unserem Leben, wenn es von Anfang an davon gezeichnet ist, einmal zu Ende zu gehen? Warum gibt es überhaupt etwas und nicht Nichts? Warum bin ich? Warum bin ich so, wie ich bin? Warum bin ich nicht wie der Andere oder die Andere, die mir alle viel wertvoller und besser, geschickter und fitter vorkommen? Wie ist es um diese Konstellation meines Lebens, dass ich so geworden bin?“ Bei der Antwortsuche knüpfte  Bischof Genn ausgehend von den Lesungstexten des Alten Testaments an die grundlegende Erfahrung des Volks Israel an, die in dem Bekenntnis liege: „Gott ist größer als all das, und er ist ein Gott, der nicht bloß über der Schöpfung und über der Welt steht und dort stehen bleibt, sondern der hineingeht in die Welt und in die Geschichte der Menschen, ein Gott, von dem wir bekennen dürfen, dass der Mensch nach seinem Bild und Gleichnis erschaffen ist.“ Darin liege für Israel die Antwort auf die grundlegenden existenziellen Fragen, sagte der Bischof: „Der Mensch, die Welt, die Schöpfung, ja, Du und ich – wir sind gewollt, wir sind geliebt, auch wenn wir uns unter der Größe des Kosmos und unter der Unzahl von Menschen wie einzelne kleine Nummern oder ein kleines Rad vorkommen mögen.“

Diese Antwort auf die Grundfragen des Lebens werde in der Feier der Osternacht verkündet, Das geschehe, betonte Bischof Genn, „mitten in all den Wirrungen und Irrungen, in all den Niederlagen und Enttäuschungen, die die Boten dieser Botschaft  im Laufe der Geschichte erzeugt haben, wie wir es nicht zuletzt in den zurückliegenden Monaten erfahren mussten.“ Die Kraft des Wortes aber sei stärker, die Kraft des Wortes, das alles gesprengt habe, was Jesus Christus im Tod festhalten konnte. So sei tatsächlich das Grab leer gewesen und derjenige, der darin lag, lebendig geblieben, „weil die Kraft Gottes und erst recht die Kraft seiner Liebe solche Todesstarre nur sprengen konnte.“

Text: Dr. Stephan Kronenburg
Foto: Bischöfliche Pressestelle
20.04.2019

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