Bischof Felix Genn feiert Segensgottesdienst mit Hinterbliebenen

Münster (pbm/gun). Der Tod eines vertrauten Menschen verändert das Leben – von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr wie es war. Allen, deren Leben sich auf diese Weise im Ausnahmezustand befindet, machte Münsters Bischof Dr. Felix Genn am 17. September mit der Zusage Gottes Mut: „Ich bin bei Euch alle Tage.“ Dieses Gefühl zu erfahren, dass die Kirche eine Gemeinschaft ist, die in schweren Zeiten trägt, das wünschte Genn den mehr als 150 Frauen und Männern aus den verschiedenen Kreisdekanaten, die der Einladung des Bistums nach Münster gefolgt waren, um bei der „Segensfeier für Hinterbliebene“ gemeinsam Trost zu finden.

„Manchmal verstehen wir Gottes Wege nicht“, wandte sich der Bischof zu Beginn des Gottesdienstes im St.-Paulus-Dom an die Trauernden ganz unterschiedlichen Alters: „Aus verschiedenen Lebenssituationen kommend, eint Sie heute Morgen der Schmerz darüber, einen geliebten Menschen verloren zu haben.“ Die Kirche, betonte Genn, „leidet mit Ihnen und möchte Ihnen mit dieser Segensfeier zeigen: Sie sind nicht allein“.

In seiner Predigt ging er auch auf die Kernbotschaft des christlichen Glaubens ein: „Wenn wir hier sind, bekennen wir unsere Hoffnung, dass für uns der Satz nicht stimmt, mit dem Tod ist alles vorbei.“ Die „Segensfeier für Hinterbliebene“ wolle jede und jeden in seiner Situation stärken – auch im Vertrauen darauf, dass der auferstandene Jesus Grund der Hoffnung auf ein Wiedersehen ist.   

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm der Kirchenchor der Mettinger Pfarrei St. Agatha unter der Leitung von Melanie Ortmann.
Nach dem Gottesdienst nutzten viele der Trauenden die Gelegenheit, sich von Bischof Genn und Weihbischof Dr. Christoph Hegge persönlich Kraft und Segen für den eigenen Weg zusprechen zu lassen.

„Der Erinnerung an den Verstorbenen soll nach dem Gottesdienst weiter Raum und Zeit gegeben werden“, erklärte Gudrun Meiwes, im Bistum zuständig für die Seelsorge in kritischen Lebenssituationen und verantwortlich für die Organisation der Segensfeier. Im Kreuzgang, im Dom, im Chorumgang und in der Marienkapelle gab es deshalb im Anschluss Angebote zu beten, zu schreiben, zu meditieren, ins Gespräch zu kommen und zu gestalten. Um 11.45 Uhr schloss der Tag mit einem gemeinsamen Impuls im Dom.

 

Text: Bischöfliche Pressestelle
Foto: Stephan Orth

Öffnungszeiten

Der Dom ist werktags von 6.30 bis 19.00 Uhr und sonntags von 6.30 bis 19.30 Uhr geöffnet.

Beichtzeiten

Die aktuellen Beichtzeiten finden Sie jeweils in der wöchentlichen Gottesdienstordnung.

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