St.-Paulus-Dom MünsterZentrum des Bistums und Abbild der Kirche
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Chöre
Chöre der Dommusik
"Bis orat qui bene cantat"
S. Augustinus Hipponensis

"Doppelt betet, wer gut singt."
Hl. Augustinus von Hippo

Primäre Aufgabe der Chöre an der Hohen Domkirche zu Münster ist die musikalische Gestaltung der Pontifikal- und Kapitelsliturgien. Auf der Basis der Konstitution über die Heilige Liturgie des II. Vatikanums in der es heißt, dass "die Sängerchöre besonders an den Kathedralkirchen nachdrücklich gefördert werden sollen" und "der Schatz der Kirchenmusik mit größter Sorgfalt bewahrt und gepflegt werden solle", versteht sich der Dienst der Chöre als ein Dienst an Gott und den Menschen. Gut vorgetragene Kirchenmusik kann innerhalb der Liturgie ein Gebet eindringlicher werden lassen, kann zur Erbauung der Gläubigen beitragen und sie mit erhabener Feierlichkeit umgeben.

Domchor
Der Domchor St. Paulus im Dom.

Über die liturgische Funktion hinaus hat die Dommusik einen wichtigen kulturellen Auftrag zu erfüllen. Der große Schatz der Kirchenmusik umfasst viele bedeutende Werke der allgemeinen Musikliteratur, die in der heutigen Form der Liturgie wenn überhaupt nur schwer realisierbar sind. Diese Musik ist aber ausdrücklich für den Kirchenraum komponiert. In Konzerten versuchen die Chöre der Dommusik, diese Werke auch im Kirchenraum lebendig zu halten

Kontakt:
Dommusik Münster
Domplatz 28
48143 Münster
E-Mail: dommusik@bistum-muenster.de
Tel. 0251/495 575
Fax. 0251/495 6351

 
Geschichtliches
Lückenhafte Quellen

Die Quellenlage über die Geschichte der Kirchenmusik am Hohen Dom zu Münster ist überaus lückenhaft. Bei einem Brand im Jahre 1527 sind große Bestände der Dombibliothek den Flammen zum Opfer gefallen. Auch die Wiedertäufer vernichteten im Jahre 1534 etliche Notenblätter, Hefte und Drucke, die Auskunft über die Geschichte der Dommusik geben könnten.

Dennoch ist nachweisbar, dass seit der Zeit des ersten Bischofs von Münster (Bischof Liudger 805-809) regelmäßig die Liturgie mit gregorianischem Choral ausgestaltet wurde. Noch heute fühlt sich die Dommusik dieser Choraltradition verpflichtet.

Capella Ludgeriana
Capella Ludgeriana.

An zwei Ereignissen kann darüber hinaus eine lange Tradition eines Knabenchores an der Hohen Domkirche nachgewiesen werden: Zum einen errichteten im Jahre 1593 die Jesuiten eine Schule, in der auch die Sänger des Domes unterrichtet wurden. Zum anderen berief Bischof Johann Georg Müller (1847 – 1870) Johann Bernhard Quante als Vikar für Kirchengesang und entsandte ihn an das Cäcilianische Zentrum für Kirchenmusik nach Regensburg. Wohl unter dem Eindruck der langen Tradition des Regensburger Domchores (heute bekannt unter dem Namen "Regensburger Domspatzen") löste Quante im Jahre 1858 eine instrumentale Domkapelle auf und gründete einen Domchor mit Knaben- und Männerstimmen nach Regensburger Vorbild. Die Wirren der beiden Weltkriege in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzten diesem Chor ein Ende. An seine Stelle trat im August 1945 die 1930 von dem späteren Domchordirektor Prälat Hubert Leiwering gegründete Gregorius-Chorgemeinde, die am 28. Oktober 1947 von dem damaligen Bischof Dr. Michael Keller zum Domchor ernannt wurde. Erst Domchordirektor Prof. Heinz Gert Freimuth, der 1973 die Nachfolge Leiwerings antrat, gründete 1974 den Knabenchor in Form einer reinen Schola (ohne Männerstimmen) neu. Das Repertoire dieser Schola umfasste einstimmige gregorianische und deutschsprachige Liturgiegesänge. Zusätzlich zur Knabenschola gründete Freimuth im Jahre 1992 die Mädchenkantorei.

Mädchenkantorei
Mädchenkantorei des St.-Paulus-Domes.

Nachdem er aus Altersgründen im Januar 2005 aus dem Dienst ausschied, knüpfte das münstersche Domkapitel die Neubesetzung der Stelle an den Wunsch der weiteren Intensivierung der Kinder- und Jugendchorarbeit am Dom. So sollten die verschiedenen Gesangsgruppen, die bisher "unter dem Dach" des Domchores zusammengefasst waren, an Eigenständigkeit gewinnen und sich zu vollwertigen Chören entwickeln. Als äußeres Zeichen für diese Neuausrichtung wurde entschieden, den Titel "Domchordirektor" in den an mittlerweile nahezu allen deutschen Kathedralkirchen üblichen Titel "Domkapellmeister" zu ändern, da sich der Titel Domchordirektor zu sehr an einen Chor knüpft.

 
Öffnungszeiten
sonn- und feiertags:
6.30 bis 19.30 Uhr
werktags:
6.30 bis 19 Uhr
Gottesdienstzeiten
Die Gottesdienstzeiten des St.-Paulus-Domes können Sie hier einsehen...
Beichtzeiten

Mo., Mi., Do., Fr.:
7.30 Uhr bis 8.15 Uhr, 9 bis 9.30 Uhr
Sa.: 7.30 bis 8.15 Uhr, 9 bis 10 Uhr und 15 bis 18 Uhr
Do.: 16 bis 17 Uhr
Do. vor Herz-Jesu-Freitag:
16 bis 18 Uhr
Fr. 16 bis 18 Uhr
Zu anderer Zeit nach Vereinbarung
(Telefon: 02 51/9 27 60)

Den Paulusdom erleben

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Virtueller Rundgang

Domführungen
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