Heiliger Ludgerus

"Er säte das Gotteswort", schreibt Altfrid über den Apostel des Münsterlands, den heiligen Ludger. Im Jahr 794 gründete er in der Siedlung Mimigernaford ein Stift, lateinisch "Monasterium", das sich bis heute im Stadtnamen Münster wiederfindet. 805 wurde Liudger zum Bischof des neuen Bistums Münster geweiht. Er gründete rund 40 Pfarreien, ließ den Dom und die Domschule errichten, und war für den Bau zahlreicher Kirchen verantwortlich.

Vita des heiligen Liudger

Der münstersche Kirchengeschichtler Alois Schröer stellt die Vita des heiligen Liudger vor. kirchensite.de dokumentiert den Text in voller Länge: Der erste Bischof von Münster entstammte einer vornehmen friesischen Familie. Liudgers Vater hieß Thiadgrim, seine Mutter Liafburg. Die Eltern gehörten christlichen Familien an...

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Der Bistumsgründer

Liudger entstammte einer friesischen Adelsfamilie und wurde vermutlich in Zuylen an der Vecht geboren. Erzogen wurde er unter der Obhut des heiligen Gregor von Utrecht, später studierte er bei Alkuin von York. Im Jahre 777 empfing er in Köln die Priesterweihe und machte sich sodann wieder nach Friesland auf, um dort zu missionieren.

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Mit Liudger kam der Umbruch

Als am 11. März die drei Ausstellungen zum Bistumsjubiläum mit einer Feierstunde im münsterschen St.-Paulus-Dom eröffnet wurden, beschworen alle Festredner nur ein und dasselbe: Mit Liudger kam ein großer Kulturumbruch. Der Kirchen­historiker Prof. Dr. Arnold Angenendt stellt die Zeit Liudgers sowie den Missionar und ersten Bischof von Münster vor.

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Ludgerus, Ludger, Liudger?

Im Sprachgebrauch sind dem ersten Bischof von Münster vornehmlich zwei Namen gegeben: Liudger und Ludgerus. Der unterschiedliche Gebrauch ergibt sich aus der Geschichte: Altfrid, der dritte Bischof von Münster und Verwandter des Heiligen, berichtet über seinen Oheim: "Baptizatus autem accepit vocabulum Liudgerus. - Bei der Taufe erhielt er den Namen Liudger."

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Die letzte Reise von Coesfeld nach Billerbeck

Woher er kam, ist nicht überliefert. Und sicherlich wäre die Reise von Coesfeld nach Billerbeck ebenfalls nicht bekannt, wäre sie nicht die letzte im Leben des heiligen Liudgers gewesen. Der unermüdliche Wanderprediger ist auf dem Weg nach Münster. Er hatte, trotz seiner angeschlagenen Gesundheit, noch einmal die Gemeinden des Bistums besuchen wollen.

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Der Missionsgedanke des heiligen Liudger

In den von ihm verfassten schriftlichen Erinnerungen gibt Liudger Einblicke in sein Selbstverständnis als Lehrer und Missionar. Im Alter von 50 Jahren zieht sich der Missionar Liudger während des Sachsenaufstandes 792/794 überraschend zurück und schreibt seine "Erinnerungen".

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Das Leben im Missionsgebiet Liudgers

Sie selbst haben nichts aufgeschrieben, weil sie noch keine Schriftkultur besaßen. Und so muss man sich auf die Aufzeichnungen jener verlassen, die aus einer anderen Kultur kamen, wenn man nach Informationen über die Germanen sucht. Römer oder Franken verzerren das Leben nordöstlich des Rheins in der Zeit des ersten Jahrtausends nach Christus durch ihre eigene kulturelle Brille.

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Das religiöse Leben der Germanen

Von einer einheitlichen germanischen Religion kann kaum gesprochen werden. Zwar gab es verbindende Elemente, die überregionale Bedeutung hatten. Das religiöse Leben setzte sich aber wohl in Abhängigkeit von Regional- und Stammensentwicklungen zu unterschiedlichen Mischkulturen zusammen.

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Liudgers Wirkung: In vielerlei Gestalt

Im Jahr 805 wurde Liudger zum Bischof geweiht. Seitdem sind 1200 Jahre vergangen, doch viele Spuren im Bistum Münster und in benachbarten Regionen weisen auch heute noch auf den Bistumsgründer hin. So gibt es insgesamt 22 Kirchen im Bistum Münster, die die Namen Ludger, Ludgerus oder Ludgeri tragen.

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Lichtgestalt in einer schweren Zeit

Als Liudger in der Nacht des Passionssonntags 809 in Billerbeck starb, hatte er zwar nur vier Jahre als Bischof gewirkt, doch als Missionar war er viele Jahre im Land der Friesen und Sachsen erfolgreich unterwegs, um die Frohe Botschaft zu verkünden.

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Der heilige Liudger

Geboren etwa um 742 n. Chr. in Friesland kam Liudger in jungen Jahren in die Schule des Abtes Gregor von Utrecht. Weiter studierte er in York, wo er die Diakonsweihe empfing. Nach seiner Priesterweihe in Köln 777 n. Chr. war er sieben Jahre lang von Dokkum aus als Missionar tätig. Im Jahr 805 empfing Liudger die Bischofsweihe, wodurch sein Seelsorgesprengel zum Bistum wurde.

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Billerbeck - Sterbeort des Bistumsgründers

Die offiziellen Stellen haben sich auf "Liudger" geeinigt. "Die Billerbecker nennen ihn aber immer noch am liebsten Ludger". Propst Heinrich Remfert muss es wissen. Seit 14 Jahren lebt er in der Sterbestadt des heiligen Bistumsgründers. Ein Ort, in dem der erste Bischof von Münster auch 1195 Jahre nach seinem Tod noch immer präsent ist.

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Ludgerus-Prozession in Essen-Werden

Traditionell steht der Essener Stadtteil Werden am ersten September-Wochenende ganz im Zeichen des heiligen Liudger. Seit 1128 wird dort das Ludgerusfest gefeiert. Es geht auf den 28. Abt von Werden, Bernhard von Wevelinghoven, zurück. Aus Dankbarkeit für die Abwehr einer Hungersnot legte der Abt das Gelübde ab, die Gebeine des Friesen- und Sachsen-Missionars Liudger im Rahmen einer Prozession durch den Ort tragen zu lassen.

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Gottesdienstzeiten

Die Gottesdienstzeiten des St.-Paulus-Doms können Sie hier einsehen.

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Di.: 16.00 bis 18.00 Uhr
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Do. vor Herz-Jesu-Freitag:
16.00 bis 18.00 Uhr
Fr.: 8.30 bis 10.30 Uhr und
16.00 bis 18.00 Uhr
Sa.: 8.30 bis 12.00 Uhr und
15.00 bis 18.00 Uhr
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