Domführungen auf Deutsch, Englisch, Niederländisch & Spanisch

Christopher Pierce aus Großbritannien, Gert Segeres aus Belgien, Sofia Carmona aus Spanien und Carla Behrends aus Wiesmoor in Deutschland (v.l.) bieten Besuchern kostenlose Domführungen in ihrer jeweiligen Muttersprache an.

Vier Jugendliche unterhalten sich am Eingang des St.-Paulus-Doms mit anderen Besuchern. Auf den ersten Blick nichts Ungewöhnliches, doch hört man einmal genauer hin, fällt auf, wie unterschiedlich die Gespräche doch klingen. Gert Segers aus Belgien, Carla Behrendes aus Wiesmoor in Deutschland, Christopher Pierce aus Großbritannien und Sofia Carmona aus Spanien führen Besucher kostenlos durch den Dom und beantworten Fragen in ihrer jeweiligen Muttersprache.

Bereits zum fünften Mal findet das Projekt der international ökumenischen Organisation „Accueil (Empfang), Rencontre (Begegnung) und Communauté (Gemeinschaft)“ – kurz „ARC“ – im Münsteraner Dom statt. Die vier Jugendlichen aus Europa wohnen für insgesamt vier Wochen im Priesterseminar Borromaeum. Noch bis zum 1. September sind sie montags bis mittwochs sowie freitags von 9:30 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 17 Uhr am Haupteingang des Gotteshauses anzutreffen. Feste Führungszeiten gibt es nicht. Ganz nach Andrang und bevorzugter Sprache gestalten sich die Wartezeiten. Zwischen den Führungen sitzen die Jugendlichen an einem Informationstisch am Eingang des Doms, beantworten Fragen und erzählen den Besuchern Wissenswertes über den Dom und seine Geschichte.

Das Projekt findet außer in Deutschland auch in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien statt. So nahm eine Freundin von Sofia Carmona aus Spanien bereits an dem Projekt in Frankreich teil und führte spanische Touristen durch die Kathedrale Nôtre Dame in Paris. „Sie erzählte mir, wie viele Erfahrungen sie durch das Projekt sammeln konnte, wie sie Kontakte mit anderen Jugendlichen aus ganz Europa knüpfte und wie viel sie nun auch über Nôtre Dame weiß“, berichtet Sofia und nannte dies als einen ausschlaggebenden Grund für ihre Projektteilnahme. Gert Segeres aus Belgien studiert Geschichte und befasste sich bereits in Vorlesungen mit religiösen Gebäuden wie dem St.-Paulus-Dom. „Hier habe ich die Möglichkeit mein Wissen aus dem Studium zu erweitern“, erklärt Gert. Gerade Christopher aus Großbritannien und Sofia aus Spanien möchten durch das Projekt auch Deutschland und die deutsche Kultur näher kennenlernen. So unternehmen die Vier in ihrer Freizeit unter anderem gemeinsam Fahrradtouren durch Münster oder fahren für einen Tag nach Köln.

Eine Einführung in ihre Arbeit als Domführerinnen und Domführer bekamen die vier Jugendlichen von Dompropst Kurt Schulte. Er zeigte ihnen nach ihrer Ankunft die Kathedrale, teilte mit ihnen sein Wissen und machte sie auf interessante Sehenswürdigkeiten im Dom aufmerksam. Das Wissen über die Kunst- und Baugeschichte können die Jugendlichen mit Prospekten ergänzen, vertiefen und nachschlagen. „Trotz der ganzen Informationen kann man nicht alle Fragen der Besucher aus dem Kopf beantworten“, stellt Carla aus Wiesmoor in Deutschland fest. „Die Fragen sind manchmal so speziell für uns Laien, da müssen wir die Antwort nachschlagen“, ergänzt sie.

Christopher kann von einer ganz besonderen Führung profitieren. So kam ein ehemaliger Priester aus Münster in den Dom und nahm an einer englischen Führung teil. Kurze Zeit nachdem Christopher seine Domführung begann, tauschten die beiden teilweise die Rollen. Es stellte sich heraus, dass der Priester noch einiges mehr über den Dom wusste. „Die Geschichten, die er mir und den anderen Teilnehmern erzählte, waren persönlicher und die Führung bekam einen ganz anderen Blickwinkel. So etwas hätte ich in keinem Prospekt nachlesen können“, berichtet Christopher. Nun kann er einige der neu gewonnenen Kenntnisse mit den Dombesuchern teilen und seine Führungen individuell gestalten.

Die Mehrzahl der Führungen laufen nach Angaben der Jugendlichen ähnlich ab. So gäbe es gewisse Fakten und Sehenswürdigkeiten, die in jeder Führung genannt und besichtigt werden sollten. Dennoch können die Jugendlichen selbst entscheiden, an welchen Plätzen sie mit den Dombesuchern länger verweilen. „Ich gehe besonders gerne zum Kreuzweg. Dieser Ort mitten in der Stadt ist so unglaublich ruhig. Das ist wirklich beeindruckend“, erzählt Carla aus Wiesmoor. Mit den gewonnenen Erfahrungen aus der ersten Wochen freuen sich die vier Studierenden nun auf die verbleibende Zeit im St.-Paulus-Dom, in der sie getreu dem ARC-Motto „Die Steine zum Sprechen bringen".

Text/Foto: Pressedienst Bistum Münster
21.08.2017

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Beichtzeiten

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Di.: 16.00 bis 18.00 Uhr
Mi.: 8.30 bis 12.00 Uhr
Do. vor Herz-Jesu-Freitag:
16.00 bis 18.00 Uhr
Fr.: 8.30 bis 10.30 Uhr und
16.00 bis 18.00 Uhr
Sa.: 8.30 bis 12.00 Uhr und
15.00 bis 18.00 Uhr
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