Prof. Dr. Jochen Hörisch spricht bei den DomGedanken

Prof. Dr. Jochen Hörisch.

Prof. Dr. Jochen Hörisch.

Offen aggressive Wahlkampfreden, Hate Speech in den sozialen Netzwerken, Fake News als Grundlage für Argumentationen, das Schönreden unangenehmer politischer Entscheidungen:

Mit dem Zusammenhang von Sprache und Macht beschäftigt sich am Mittwoch (16.08.2017) um 18.30 Uhr Prof. Dr. Jochen Hörisch. Mit seinem Referat "Macht der Sprache, Sprache der Macht" markiert er im St.-Paulus-Dom Münster den diesjährigen Auftakt der jährlichen Vortragsreihe DomGedanken. Sie steht unter dem Leitwort "Gefährdete Welt – Einsichten und Auswege".

Hörisch ist Ordinarius für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim. Aus einer Sicht ist Sprache "ein eigentümliches, weil hochambivalentes Medium", weil sie wahre ebenso wie falsche Aussagen ermöglicht und "sowohl ein Medium der Befreiung wie der Herrschaft und Macht sein kann." Die Sprache der Macht sei mit der Macht der Sprache eng verwoben. Dieses Spannungsverhältnis solle der Vortrag vor dem Hintergrund aktueller Geschehnisse analysieren.

Musikalisch wird der Vortrag begleitet von Auszügen aus Flor Peeters‘ "Speculum vitae", intoniert von Jutta Potthoff als Sängerin und Christoph Grohmann an der Orgel. Die Einführung übernimmt Dompropst Kurt Schulte.

Eine Woche später am 23. August gehen die DomGedanken 2017 weiter mit der Frage "Die Demokratie unter Feuer? Migration als Herausforderung" und dem gleichnamigen Vortrag des Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Anthony Glees von der University of Buckingham. Am 30. August geht es mit Diplomaten Prof. Dr. Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchener Sicherheitskonferenz, um "Europa – Krise ohne Ende. Neue Positionen für die alte Welt". Am 6. September spricht der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Prof. Dr. Wolfgang Huber, über "Kampf der Kulturen? Religionen – Brandstifter und Feuerwehr". Die DomGedanken 2017 enden am 13. September mit dem Vortrag "Von heißem Krieg und kaltem Frieden. Was es zu verteidigen gilt", den Botschafter Dr. Hans-Dieter Lucas, Deutscher Vertreter bei der NATO in Brüssel, hält.

Der Eintritt zu allen Terminen der Reihe, die seit 2015 stattfindet und von der Evonik Industries AG unterstützt wird, ist frei. Die Veranstalter bitten statt dessen um eine Spende für das Projekt "Aus dem Krieg zurück ins Leben". Dieses ermöglicht in der Demokratischen Republik Kongo ehemaligen Kindersoldaten Schulbesuch oder Lehre. Im Anschluss an die jeweils um 18.30 Uhr beginnenden Vorträge sind die Besucher zum Austausch mit den Referenten auf dem Domplatz eingeladen.

Sämtliche DomGedanken-Abende werden live im Internet übertragen. Interessierte können sie unter www.bistum-muenster.de, www.paulusdom.de, www.katholisch.de, www.kirche-und-leben.de und www.bibeltv.de verfolgen.

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Text / Foto: Bischöfliche Pressestelle
09.08.2017

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