Liturgische Öle bei Chrisam-Messe im Dom geweiht

Zwölf Dechanten aus verschiedenen Regionen des Bistums weihten gemein-sam mit Bischof Dr. Felix Genn die liturgischen Öle.

Die "immer noch aktuelle" Frage nach Gott hat Bischof Dr. Felix Genn bei der jährlichen Chrisam-Messe im St.-Paulus-Dom Münster am Montag (10.04.2017) aufgegriffen – und beantwortet. "In dieser Woche, die wir als die Heilige Woche bezeichnen, feiern Christen ihr Bekenntnis zu Gott und ihren Glauben an ihn. Wir wissen um die Frage, ob er da ist, und wir beziehen uns in unserer Antwort auf einen Menschen namens Jesus", sagte Genn. Durch Jesus Christus hätten Menschen erlebt, dass es Gott nicht nur gebe, sondern dass er sich einmische.

Rund 200 Vertreter von Pfarreien aus dem ganzen Bistum waren in den Dom gekommen. Denn in der Chrisam-Messe weiht der Bischof nicht nur traditionsgemäß die liturgischen Öle, sondern erneuern zugleich die Bistumspriester mit dem Bischof ihr Weiheversprechen.

Geweiht wurden das Katechumenen-Öl, mit dem Erwachsene gesalbt und als Taufbewerber zugelassen werden, das Öl für die Krankensalbung sowie das Chrisam für Taufen, Firmungen, Priester- und Bischofsweihen. Zur Weihe brachten die Dechanten oder Definitoren der Dekanate Münster, Ahaus, Coesfeld, Recklinghausen (Datteln), Lippe (Marl), Rheine, Beckum, Geldern, Moers, Cloppenburg und Löningen die Öle. Außerdem standen sie – stellvertretend für alle Priester – mit dem Bischof der Eucharistiefeier vor. So drückte die Chrisam-Messe einmal mehr auch die Verbundenheit des Bischofs mit den Priestern seines Bistums aus.

In seiner Predigt führte Genn aus, in Jesus Christus sei Gott "konkret und greifbar, sichtbar und fassbar" geworden. Sogar an der "Gottverlassenheit vieler Menschen" habe er im Augenblick seines Todes Anteil genommen. Durch die Erfahrung seiner Auferstehung hätten die ersten Christen die Frage nach der Existenz Gottes in ihrer Mitte beantwortet gesehen. "Aber das ist nicht eine bloße Erinnerung, die wir uns mühselig ins Gedächtnis zurückrufen müssen", sagte Genn. Diese Erinnerung werde "konkret, greifbar und fassbar mitten in unserem Leben und unserem Alltag" durch die Verkündigung des Wortes Gottes, die Feier der Sakramente – besonders der Eucharistie –, in der Kirche mit ihren bekennenden Christen und in allen Diensten und Ämtern, für deren Einheit das Bischofsamt stehe. Deshalb stehe die Chrisam-Messe, in der all das "gebündelt erfahrbar" werde, am Beginn der Karwoche.

Es gebe trotz aller Fragen und Probleme viele Menschen, die "Christen bleiben wollen und denen Kirche mit ihrer Botschaft und Sendung ein Anliegen ist." Zu fragen sei aber, ob in den Gemeinden noch das Bewusstsein lebendig sei, dass die Kirche nicht ohne Sakramente sein könne. "Der heutige Gottesdienst kann uns helfen, stärker in den Blick zu nehmen, welch ein Schatz es für die Kirche ist, dass sie in Zeichen vergegenwärtigen und greifbar machen kann: Der Herr ist in unserer Mitte, hat Interesse an uns, legt in die Zeichen seine heilende und erlösende Kraft."

Die Weihe der Öle bringe zum einen deren heilende Kraft zum Ausdruck: "Durch Christus werden wir zu Christen." Zum anderen beziehe Gott die Menschen so in seine Sakramente ein und mache sie selbst zu Zeichen dafür, dass er in ihrer Mitte sei. "Jesus hat uns nicht in seinem irdischen Leben und Sterben geliebt, sondern er liebt uns jetzt", erklärte Genn, "damit wir das nicht vergessen, sind uns diese Zeichen gegeben, und damit wir nicht vergessen, mit ihm Liebende zu sein." Und er bekräftigte: "Die Heilige Woche kann uns neu festigen und stärken im Bewusstsein darüber, dass Gott tatsächlich zwischen uns sein möchte und dies in schlichten Zeichen wirkt. Das ist der Wert der Sakramente."

Um dieses Bewusstsein vor Ort wach zu halten, nahmen im Anschluss an die Chrisam-Messe Priester sowie Küster und andere Mitarbeiter von Pfarreien die geweihten Öle mit. Musikalisch gestalteten der Mädchenchor am Dom unter Leitung von Domkantorin Verena Schürmann und Domorganist Thomas Schmitz die Chrisam-Messe.

Text / Foto: Bischöfliche Pressestelle
10.04.2017

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