Genn: Osterbotschaft ist Botschaft des Lebens und der Liebe

Bischof Felix Genn.

Bischof Felix Genn hält Ostern für ein "Gegenmodell" zu Ego-Trips.

"Unser österlicher Glaube bekennt: Es gibt bis heute die Möglichkeit, Jesus lebendig zu begegnen; und es ist verständlich, wenn Menschen es für unmöglich und unglaublich halten." Das hat der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, an Ostern im St.-Paulus-Dom in Münster betont.

Da das Osterfest dieses Jahr auf den 1. April fällt, würden manche diese Aussage vielleicht sogar für einen Aprilscherz halten. Dem widersprach der Bischof: "Diese Botschaft ist mehr und anders als ein solcher Scherz. Es ist der tiefe Ernst, dass Gott an unserem Leben wirklich interessiert ist, dass er den Mächten des Todes die Kraft seines Lebens und seiner Liebe entgegensetzt."

Der Bischof erinnerte an die Botschaft Jesu Christi: "Dieser Jesus verkündete nichts anderes als die Botschaft, dass das Leben nur dann gelingen kann, wenn es aus der Liebe, aus der Gewaltlosigkeit, aus dem Verzeihen, aus der Bemühung um den Frieden gestaltet wird. Ihm kam es darauf an, nahezubringen, dass darin die Seligkeit des Lebens besteht, dass sie nicht darin besteht, Waffen zu brauchen, andere zu töten, um selbst zu siegen." Eigentlich, so sagte Bischof Genn, müsste die Menschheit das längst gelernt haben, die aktuelle Realität spreche aber ganz und gar dagegen. "Immer noch sind wir von den Schrecken des Todes umfangen, immer noch erleben wir, dass Gewalt einzelne Familien, Völker und Nationen zerstört. Dem gegenüber klingt die Botschaft des Lebens, die wir an Ostern verkünden, ohnmächtig und schwach, ebenso ohnmächtig wie der Gekreuzigte selbst", räumte Bischof Genn ein. Auch die Jünger und Maria Magdalena seien zunächst ohnmächtig gegenüber der Kraft des Todes gewesen. "Nur die persönliche Begegnung, die Ansprache durch ihn, löste die Fesseln der Trauer, des Schmerzes und der Hoffnungslosigkeit", sagte der Bischof. Eine solche Begegnung sei jedem möglich, der Gott von Herzen suche und ihm wenigstens die Möglichkeit einräume, dass er doch stärker sein könnte als der Tod.

Wer, so sagte der Bischof weiter, an Jesus Christus glaube, der empfange auch die Kraft, die Folgen all des Bösen, Tod und Zerstörung, hinter sich zu bringen, und den anderen Weg einzuschlagen, der aus Liebe, Verzeihung, Verzicht auf Rache, Hass und Vergeltung bestehe. Bischof Genn: "Wer an ihn glaubt, der lebt seine Liebe. Er wird zu den Menschen zählen, die sich ein Leben lang an die erste Begegnung mit ihm erinnern werden." Angesichts der aktuellen Weltlage müsse die Menschen gerade auch an diesem Osterfest die Sehnsucht erfüllen, "dass diese Botschaft doch Herzen von Menschen ergreift und umwandelt."

Vor diesem Hintergrund nahm Bischof Genn auch den Katholikentag in den Blick, der vom 9. bis 13. Mai in Münster unter dem Leitwort "Suche Frieden" stattfinden wird und sagte: "Wenn wir zum Katholikentag zusammenkommen, um uns intensiv darum zu bemühen, mit allen Menschen guten Willens den Frieden zu suchen, dann sind wir beim Auferstandenen am richtigen Platz. Putins, Erdogans, Kims und Trumps verbreiten Schrecken, der Auferstandene verkündet gerade auch denen, die ihn in seinen einsamsten Stunden verlassen haben: ‚Der Friede sei mit euch‘. Aber genau damit richtet er alle, die auf Gewalt und Terror setzen."

Der Bischof gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Gläubigen das Osterfest 2018 ein Leben lang in Erinnerung behielten, weil es sie angeregt habe, ihre Liebe zu Jesus zu leben: "Dann wandelt sich die Kultur unseres Zusammenlebens, dann beginnen wir, in dieser Welt eine andere Art und Weise des Umgangs miteinander zu formen, weil wir aus der Beziehung zu Jesus Beziehung zu allen Menschen stiften können."

Alle Predigten von Bischof Felix Genn finden Sie hier.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Foto: Michael Bönte, Kirche+Leben
01.04.2018

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