Dommusik musiziert Bach-Kantate beim Geistlichen Themenabend

Der Kammerchor der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Lauer wird erstmals in dieser Besetzung auftreten.

"Wenn man etwas aus vollem Herzen singt, hat man es zutiefst verinnerlicht." Davon ist Domkapellmeister Alexander Lauer überzeugt. Eindrücklich unter seiner Leitung umgesetzt wird dies beim fünften Geistlichen Themenabend in der Fastenzeit mit dem Titel "Glaube, der singt" im St.-Paulus-Dom Münster am Mittwoch, 5. April, ab 19.30 Uhr.

Der Kammerchor der Dommusik, Solisten und das Streicherensemble STRINGent musizieren die Kantate "Wer da gläubet und getauft wird" von Johann Sebastian Bach.
"Über den Glauben zu sprechen, fällt manchmal schwer", erklärt Lauer. Das Singen aber könne eine Hilfe sein. Auch für Martin Luther sei das Singen eine direkte Methode gewesen, Glaubenstexte zu verinnerlichen, ergänzt Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider. Der Priester, Kirchenmusiker und Hochschullehrer für Musik- und Liturgiewissenschaft wird beim Geistlichen Themenabend über die Bedeutung von Musik für Luther sprechen.

"Musik in der Reformation kann gar nicht hoch genug bewertet werden", erklärt er. Man sei damals überzeugt gewesen, dass der Verstand zwar wichtig sei, die Musik aber den ganzen Menschen erfasse. So habe auch Luther auf die Macht der Musik gesetzt und nicht nur die Bibel ins Deutsche übersetzt, sondern auch zentrale theologische Erkenntnisse in Lieder umgesetzt. "Luther hat einmal gesagt: ‚Nach der Theologie gebe ich der Musik den nächsten Rang und die höchste Ehre.‘ Das zeigt die Bedeutung der Musik für ihn", erklärt Bretschneider.

Die bachsche Kantate füge sich aus zwei Gründen gut in die Reihe der Geistlichen Themenabende ein, die das diesjährige Reformationsgedenken und somit das Thema Glauben aufgreift . Bach habe die Gedanken Luthers eindrucksvoll in Musik übersetzt, außerdem sei die Kantate "Wer da gläubet und getauft wird" ein gutes Beispiel dafür, "wie Glaube klingt", erläutert der Kirchenmusiker. "Schon der Satz ‚Der Glaube ist das Pfand der Liebe‘ in der ersten Arie drückt barock aus: Glaube hat es zuerst mit der Liebe zu tun und dann mit dem Verstand. Der Glaube also als eine Art Liebeserklärung an Gott".

Domkapellmeister Lauer freut sich bereits darauf, die "musikalisch sehr gut gearbeitete" Kantate aufzuführen. "Es gibt einen anspruchsvollen Eröffnungschor, eine Tenorarie mit Violine, ein Duett – Bach hat viele verschiedene Formen eingebaut, die Kantate scheint ihm sehr wichtig gewesen zu sein", erklärt er. Zur musikalischen Umsetzung hat sich ein Kammerchor aus Sängerinnen und Sängern des Domchores, des Mädchenchors und des Knabenchores "Capella Ludgeriana" gebildet. Die rund 20 Frauen und Männer werden erstmals in dieser Zusammensetzung singen. Neben dem Ensemble STRINGent werden als Solisten beteiligt sein Stefanie Fels-Lauer (Sopran), Brigitte Zauner (Alt), Stephan Hinssen (Tenor), Michael Nonhoff (Bass), Midori Goto (Violine), Klaus Lebowsky (Oboe) und Thomas Schmitz (Orgel).
Der Eintritt ist frei. Es wird eine Kollekte für ökumenische Projekte in der Integrationsarbeit mit Flüchtlingen gehalten.

Abschließen wird die Reihe der Geistlichen Themenabende eine "Düstere Mette" am Mittwoch, 12. April. Die Trauermetten, wegen der spärlichen Beleuchtung im Gotteshaus auch Düstere Metten genannt, werden an den drei letzten Kartagen gefeiert. Dabei gedenken die Gläubigen in besonderer Weise der Leiden Jesu Christi.

Alle Geistlichen Themenabende werden live im Internet übertragen. Interessierte können sie auf den Seiten www.bistum-muenster.de ,  www.paulusdom.de, www.kirche-und-leben.de , www.katholisch.de und www.bibeltv.de/livestreams  verfolgen.


Text: Bischöfliche Pressestelle / 31.3.17
Foto: Dommusik Münster

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