Bischof Genn in der Osternacht: "Die Liebe siegt"

Bischof Felix Genn am Osterfeuer vor dem St.-Paulus-Dom (Archivbild).

Bischof Felix Genn am Osterfeuer vor dem St.-Paulus-Dom (Archivbild).

"Jesus Christus stellte den Gesetzen des Todes die Kraft des Lebens gegenüber. Das ist die Osterbotschaft!" Das hat der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, bei der Feier der Osternacht am Samstag (31.03.2018) im St.-Paulus-Dom in Münster betont.

In seiner Predigt ging der Bischof von der Frage im alttestamentarischen Buch Baruch aus, die der Verfasser mit einer gewissen Skepsis stelle: "Wer hat je den Ort der Weisheit gefunden?" Mit den Fragen, wie man zu einem gelingenden Leben komme und was das Leben ausmache, hätten sich nicht nur die Philosophien aller Zeiten auseinandergesetzt, sondern diesen Fragen müsse man sich selbst immer wieder neu stellen, sagte Bischof Genn. Christinnen und Christen verkündeten an Ostern darauf die Antwort: "Durch Gott als Schöpfer allen Lebens, als Freund der Menschen, wird wirklich erfüllt, was der Verfasser des Buches Baruch gesagt hat: dass die Weisheit auf der Erde erschienen ist und sich unter den Menschen aufgehalten hat." Bischof Genn: "Das ist der Ort der Weisheit, sich mit dem zu vereinigen, der in den Tod gegangen ist und ihm die Macht genommen hat. Er ist der Ort der Weisheit, derjenige, der in all seinen Worten und Taten gezeigt hat, wie sehr er für Gott und damit für die Menschen lebt. Er gibt ein Gegenmodell, nicht dem eigenen Ego-Trip zu folgen, sondern genau für den Egoismus tot zu sein, umso stärker daran zu glauben, dass die Liebe siegt." Der Bischof ermutigte die Gläubigen, im Alltag Zeuginnen und Zeugen für diese Botschaft zu sein.

Der Mensch, so unterstrich der Bischof auch, verdanke sich nicht sich selbst: "Er ist nicht ein Wesen, das von sich selbst her existiert, sondern das in Beziehung steht, von Anfang an in Beziehung zu den anderen und in Beziehung zu dem, der ihn erschaffen hat. Der Glaube bekennt, dass es Gott gibt, und dass dieser Gott nicht einen Ball auf das Spielfeld des Lebens geworfen und sich dann zurückgezogen hat, um das weitere Spiel den übrigen Kräften zu überlassen, sondern, dass er mitgeht, dass er sich in die Belange der Menschen einmischt: Er will unter uns sein, mit uns gehen, die Geschichte unseres Lebens führen und lenken." Dabei gehe es Gott um nichts anderes als darum, dass der Mensch vor den Mächten des Bösen und des Todes bewahrt bleibe und dass seine tiefste Sehnsucht, die Sehnsucht nach Leben, wirklich gestillt werde.

Alle Predigten von Bischof Felix Genn finden Sie hier.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Foto: Michael Bönte, Kirche+Leben
31.03.2018

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