Bischof Felix Genn weihte vier junge Männer zu Diakonen

Die neu geweihten Diakone: Jan Henrik Röttgers, Alexander Senk, Jan Aleff und Stefan Rosenbaum.

Vor dem Schlusssegen sangen die neu geweihten Diakone – Jan Henrik Röttgers, Alexander Senk, Jan Aleff und Stefan Rosenbaum – das Magnifikat, eingeleitet von einer Vertonung ihres Leitwortes.

Am Sonntag (15.04.2018) hat Bischof Dr. Felix Genn in einem festlichen Gottesdienst vier junge Männer zu Diakonen geweiht. Familien, Freunde und Wegbegleiter waren in den gut gefüllten St.-Paulus-Dom gekommen, um dabei zu sein. Jan Aleff (36) aus Dorsten-Rhade, Jan Henrik Röttgers (28) aus Bösel, Stefan Rosenbaum (37) aus Marl und Alexander Senk (29) aus Coesfeld bekundeten zunächst ihre Bereitschaft zur Weihe. Hartmut Niehues, Regens des Priesterseminars, bezeugte nach alter Tradition gegenüber dem Bischof, dass die vier jungen Männer würdige Kandidaten seien.

In seiner Predigt nahm Genn Bezug auf das Bild, das die Vorderseite des Hefte mit dem Ablauf des Gottesdienstes schmückte. „An dem Bild kann man ablesen, wie die künftigen Diakone ihren Weg und ihren Dienst deuten. Jesus legt Menas, der neben ihm steht, die Hand auf die Schulter – ein Zeichen der Freundschaft“, beschrieb Genn die Abbildung der Ikone aus dem 6. Jahrhundert. In eine Freundschaft träte man ein, werde berührt, lasse sie sich entwickeln. „Heute Freundschaft mit Jesus zu schließen geht nur mit einem Auferstandenen. Es liegt daran, dass er lebendig da ist, dass er zum schönsten Geschenk eines Lebens werden kann“, betonte Genn in seiner Predigt. Vielleicht habe es in der Beziehungsgeschichte mit Jesus bei den Weihekandidaten auch Fragen und Zweifel gegeben. Aber sie hätten erfahren, dass er mit all ihren Schwächen an ihnen interessiert bleibe. „Diese Erfahrung können viele Menschen machen, und sie muss nicht unbedingt zu einem kirchlichen Dienst führen“, sagte Genn weiter. Aber es sei möglich, in dieser Beziehung und Freundschaft Zeuge zu sein und mit Jesus in die gleiche Richtung zu gehen. Gott diene den Menschen und nehme die Realität des Bösen auf sich. „Die Grundlage des kirchlichen Amtes ist das Dienen. Die Begegnung mit Jesus und der Wunsch, anderen Menschen davon zu erzählen, hat euch bewogen, heute hier zu stehen. Ihr wollt mit ihm in dieselbe Richtung gehen und dabei das Bewusstsein haben, dass er bei uns bleibt alle Tage bis zum Ende der Welt“, sagte der Bischof mit Blick auf die vier Weihekandidaten. Das Dienen habe viele Gesichter und sei nicht nur einfach eine Funktion. Sondern es sei eine innere Dimension aus der Erfahrung, dass Gott der erste sei, der diene. Es sei wichtig mit ihm in dieselbe Richtung zu gehen. „Und in Ängsten denkt immer daran: Seine Freundschaft trägt auch meine Angst für mich.“

Im Anschluss an die Predigt erklärten die vier jungen Männer, dass sie bereit seien unter anderem zum regelmäßigen Gebetsleben, zur Ehelosigkeit, zur Verkündigung der Heiligen Schrift sowie zum besonderen Einsatz für Notleidende. Im Anschluss versprachen sie dem Bischof Ehrfurcht und Gehorsam. Dazu knieten sie vor ihm und legten ihre Hände in seine. Später legte Genn den vier Männern still seine Hände auf und spendete damit das Weihesakrament. Im Anschluss brachten ihnen die Pfarrer, in deren Gemeinden die Priesteramtskandidaten ihr Gemeinde- und auch ihr Diakonatsjahr absolvieren, die Stola und das liturgisches Diakon-Gewand. Zum Abschluss der Weiheliturgie umarmte der Bischof die Neugeweihten herzlich.

Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes übernahmen die Kantorei Anna Katharina aus Coesfeld unter der Leitung von Kantor Ralf Blasi, die Schola des Priesterseminars Borromaeum unter Leitung von Bezirkskantorin Jutta Bitsch sowie die Schola der Klarissen am Dom. Die Orgel spielte Domorganist Thomas Schmitz.

Die neuen Diakone:

  • Jan Aleff stammt aus der Gemeinde St. Laurentius in Dorsten-Rhade. Sein Gemeinde- und Diakonatsjahr absolviert er in St. Georg in Bocholt.
  • Jan Henrik Röttgers aus St. Cäcilia in Bösel wird sein Diakonatsjahr in der Pfarrei Heilig Kreuz in Dülmen verbringen.
  • Stefan Rosenbaum, gebürtig aus St. Franziskus in Marl, wird als Diakon in der Pfarrei Anna Katharina in Coesfeld eingesetzt.
  • Alexander Senk aus der Pfarrei Anna Katharina in Coesfeld absolviert sein Diakonatsjahr in St. Viktor in Xanten.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Text/Foto: Bischöfliche Pressestelle
16.04.2018

Kontakt

Domverwaltung
Domplatz 28
48143 Münster
Telefon: 0251 / 495-6700
Telefax: 0251 / 495-6704
dom@bistum-muenster.de

Öffnungszeiten

sonn- und feiertags: 6.30 bis 19.30 Uhr
werktags: 6.30 bis 19 Uhr

Barrierefreiheit im Dom

Menschen mit Behinderungen können den Dom durch das barrierefreie Uhrenportal betreten (automatische Türöffnungen).

Für Menschen mit Hörbehinderung gibt es im Mittelschiff des St. Paulus-Domes eine induktive Höranlage (Induktionsschleife).

Termine: Live-Übertragungen

Live-Übertragungstermine.

Alle Termine der Video-Live-Streams aus dem St.-Paulus-Dom ...

Gottesdienstzeiten

Die Gottesdienstzeiten des St.-Paulus-Doms können Sie hier einsehen.

Beichtzeiten

Mo.: 8.30 bis 10.30 Uhr
Di.: 16.00 bis 18.00 Uhr
Mi.: 8.30 bis 12.00 Uhr
Do. vor Herz-Jesu-Freitag:
16.00 bis 18.00 Uhr
Fr.: 8.30 bis 10.30 Uhr und
16.00 bis 18.00 Uhr
Sa.: 8.30 bis 12.00 Uhr und
15.00 bis 18.00 Uhr
Zu anderer Zeit nach Vereinbarung (Telefon: 0251 92760).

Den Paulusdom erleben

Rundgänge durch den Dom: virtuell, kunsthistorisch und geistlich.

Domführungen

Im St.-Paulus-Dom werden verschiedene Führungen angeboten. Informieren Sie sich!

Links

Logo Bistum Münster