Bischof Felix Genn: Hirtenwort zur österlichen Bußzeit 2017

Bischof Felix Genn.

Bischof Felix Genn.

"Das Wort Gottes hat eine Kraft, die uns hilft, anders zu leben. Wer aus Gottes Wort lebt, wird innerlich reich. So reich, dass er auch ohne Gewalt auskommt. So finden wir zu einer Gesellschaft, in der die Würde des Menschen beachtet wird, in der Friede und Versöhnung herrschen können, nicht Gewalt, Krieg und Terror."

Das hat der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, in seinem Hirtenwort zur Fastenzeit betont. Das Bischofswort wurde am Samstag und Sonntag, 4./5. März, in den Gottesdiensten im Bistum verlesen; einige Pfarreien nutzten die Möglichkeit, es als Videobotschaft in die Gottesdienste zu übertragen.

Der Bischof sagte, dass die Menschen in der Fastenzeit an die Not  unzähliger Menschen erinnert würden und dazu gerufen seien, zu teilen. So notwendig wie das tägliche Brot sei auch das "Brot des Wortes". Bischof Genn: "Wir können noch so satt sein, es braucht uns an nichts zu fehlen, wir bleiben arm und bedürftig, wenn uns nie jemand ein gutes Wort sagt. Wie sehr hungern wir alle nach einem Wort der Ermutigung, des Trostes, der Zuwendung und der Liebe."

In diesem Zusammenhang ging der Bischof auf zwei Ereignisse des Jahres 2017 ein: das ganzjährige Reformationsgedenken und das internationale Friedenstreffen der Gemeinschaft von Sant’Egidio in Münster und Osnabrück im September. Er machte deutlich, dass es den Reformatoren "um eine Erneuerung aus dem Wort Gottes" gegangen sei. Zwar sei es schmerzvoll, dass die Reformation zur Spaltung der Kirche beigetragen habe, heute dürfe man aber mit Dankbarkeit feststellen, wie viel geschehen sei und geschehe, um den Riss in der Christenheit zu überwinden. "Einheit wird nur möglich sein, wenn wir aus dem Hören auf das Wort Gottes leben", sagte der Bischof. Er sei dankbar, dass die Verantwortlichen der Evangelischen Kirche die Katholiken zum Gedenken an die Reformation eingeladen hätten, indem sie auf Christus selbst verwiesen. Bischof Genn: "Dieses Jahr 2017 soll ein Christusfest sein – besser kann man in unserer Zeit nach Spaltung und zahllosen Verwundungen in der Geschichte, aber auch nach großartigem Bemühen, aufeinander zuzugehen und miteinander den Glauben zu teilen, gar nicht die Erinnerungen heilen und die Gegenwart aus dem Geist des Evangeliums gestalten." Katholiken könnten viel von evangelischen Christen lernen, beispielsweise jeden Tag mit der Tageslosung unter ein ganz bestimmtes Wort Gottes zu stellen.

Frucht eines solchen Hörens auf das Wort Gottes sei der Friede, unterstrich Bischof Genn und ging auf das internationale Friedenstreffen der Gemeinschaft von Sant‘ Egidio ein. Dieses findet vom 10. bis zum 12. September in Münster und Osnabrück statt. Hierzu werden nicht nur Vertreter christlicher Kirchen und Konfessionen erwartet, sondern auch Vertreter anderer Religionen. "Bei einer solchen Zusammenkunft werden wir hautnah erleben können, dass wir Menschen das Wort brauchen, das aus dem Mund Gottes hervorgeht, weil es ein Wort des Friedens und der Versöhnung ist", sagte der Bischof. Er lud alle zu dem Friedenstreffen ein.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Foto: Michael Bönte, Kirche+Leben
06.03.2017

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