23 Taufbewerber feiern Zulassung im St.-Paulus-Dom

23 Taufbewerber feiern Zulassung im St.-Paulus-Dom.

Bischof Dr. Felix Genn legte im Rahmen der Zulassungsfeier jeder Taufbewerberin und jedem Taufbewerber seine Hände auf und nahm sie so als Bewerberinnen und Bewerber an. Außerdem legte die Patin oder Patin gleichzeitig die Hand auf die rechte Schulter der Bewerberin oder des Bewerbers.

"Ich bin bereit." Laut und deutlich haben am Sonntag (05.03.2017) 23 Taufbewerberinnen und Taufbewerber des Bistums Münster mit diesem Satz öffentlich ihren Willen bekundet, in der Osternacht durch die Taufe in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen zu werden.

Im St.-Paulus-Dom zu Münster nahm Bischof Dr. Felix Genn die Frauen und Männer aus 14 Pfarreien des Bistums als Taufbewerber auf.

"Sie haben sich bewusst entschieden, durch die Taufe der katholischen Kirche beizutreten. Sie haben sich Gedanken gemacht und Erfahrungen gesammelt, die sie dazu bewegt haben, sich in der Osternacht in diesem Jahr taufen zu lassen. Wir sind dankbar, dass Sie diesen Schritt tun", sagte Genn im Rahmen der Zulassungsfeier im Dom. Jeder und jede einzelne der Taufbewerberinnen und -bewerber sei Beweis, dass Gott immer wieder Menschen bewege, sich ihm, Gott, zuzuwenden. Besonders an die Adresse der Katechetinnen und Katecheten, die die Taufbewerberinnen und -bewerber auf ihrem zumeist zweijährigen Weg zur Taufe begleiten, betonte der Bischof: "Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die Zeugnis geben von ihrem Glauben. Die davon erzählen, wie es ist, Christ zu sein." Gemeinden müssten aufgeschlossen denen gegenüber sein, die an ihre Tür klopfen.

Das bekräftigte auch Pfarrer Markus Thoms von der Kirchengemeinde St. Anna in Neuenkirchen. Stellvertretend für die Katechetinnen und Katecheten berichtete er am Sonntag von seinen Erfahrungen in der Begleitung der Taufbewerber. "Sie alle haben individuelle Geschichten und Erfahrungen gemacht, die Sie dazu gebracht haben, sich taufen zu lassen. Mit am wichtigsten ist es, so ist mir klar geworden, dass es Menschen gibt, die von ihrem Glauben erzählen, im Alltag des Lebens und so andere mitnehmen."

Begonnen hatte die Zeremonie zuvor im Kreuzgang des Doms. Dort stellten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die die Taufbewerber auf dem Weg ins Christentum begleiten, Bischof Genn ihre Schützlinge persönlich vor und überreichten ein Sendschreiben. Mit diesen bitten die Pfarrer darum, ihre Taufbewerber zur Taufe zuzulassen, um sie dadurch in die volle Gemeinschaft der Kirche aufnehmen zu können. Anders als bei der Kindstaufe empfangen Erwachsene die drei Sakramente Taufe, Firmung und Eucharistie in einer Feier und werden so in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen.

Warum entscheiden sich Menschen im Erwachsenenalter dazu, sich taufen zu lassen? Die Gründe dafür sind so unterschiedlich, wie die Taufbewerberinnen und -bewerber selbst. "Ich möchte dazugehören", sagte zum Beispiel Annette Gövert. "Ich hatte schon lange die Sehnsucht danach, mich katholisch taufen zu lassen. Jesu Geschichte fasziniert mich. Ich hatte mich der Aufgabe aber bisher nie gestellt", erzählt die 48-Jährige, die eine ganz besondere Patin an ihrer Seite hat – ihre 18-jährige Tochter Franziska, für die es ganz selbstverständlich ist, dass sie ihre Mutter begleitet. Der besondere Dank Annette Göverts gilt Pastoralreferentin Renate Steinhöfel. "Sie hat mir geholfen auf dem Weg und hat so viel Geduld mit mir", betonte die Taufbewerberin aus St. Dionysius und St. Georg Havixbeck.

Text / Foto: Bischöfliche Pressestelle
06.03.2017

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